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Unwissenheit im Islam Entschuldigung an Yaumal Qiyama??
Unwissenheit im Islam Entschuldigung an Yaumal Qiyama??
Posted: Sun Sep 05, 2010 1:12 am
Assalamualeikum wa rahmatullahi wa barakatuh,
zunächst wollte ich klarstellen das viele Gelehrte über diese Themen bereits gesprochen haben und ihre Beweise klar dargelegt haben.
Der edle shaykh bin baz rahimahullah stellt es mit folgendem text auch sehr klar dar, wallahu 3alim
In unserer Zeit gab es viele Gelehrte unter anderem Shaykh ibn utheymeen, Shaykh Muhaddith Al Albani rahimahullah und noch viele gelehrte welche aus bescheidenheit nicht viel
in der Öffentlichkeit waren/sind.
InschAllah fangen wir alle an nach Wissen im Islam zu streben den es ist uns eine auferlegte Pflicht und es ist auch eigentlich eine sehr gute Sache denn umso tiefgründiger man in das Wissen eintaucht,
umso interessanter wird es wallahu 3aalim.
So nun Al udhr bil Jahl
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Im folgenden Verlauf dieses Artikels werden die Antworten des Imām 'Abdil'azīz bin 'Abdillāh bin 'Abdirraḥmān bin Muḥammad bin 'Abdillāh bin Bāz, möge Allāh Sich seiner erbarmen, hinsichtlich der Fragen, die ihm während seiner Erklärungen zum Buch des ehrenwerten Imām Muḥammad bin Abdilwahāb, möge Allāh Sich seiner erbarmen, über die Unwissenheit als Entschuldigungsgrund in den Dingen des Unglaubens und des Götzendienstes gestellt wurden. Die Fragen und Antworten sind in seinem Buch «Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt». Alle Quellenverweise beziehen sich auf die Ausgabe des Verlages «Maktabatu al-Hadyy al-Muḥammadī» in Ägypten.
Frage: Der Meinungsunterschied in der Frage der Entschuldbarkeit durch Unwissenheit, gehört sie zu den Fragen des Meinungsunterschiedes?
Antwort: Eine gewaltige Angelegenheit, ursprünglich wid man nicht entschuldigt, wenn einer unter den Muslimīn lebt und er [die Botschaft] des Qurān und der Sunnah erhalten, dieser wird nicht entschuldigt. Allāh, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {Und dieser Qurān ist mir eingegeben worden, damit ich euch und (jeden), den er erreicht, mit ihm warne.}1 Wen der Qurān und die Sunnah erreicht haben, der ist nicht entschuldigt, vielmehr ist dies nur durch seine Nachlässigkeit und Rücksichtslosigkeit geschehen.
Frage: Kann man aber sagen, dass dies eine Frage des Meinungsunterschiedes ist?
Antwort: Sie ist keine [Frage] des Meinungsunterschiedes, ausgeschlossen sind die präzisen Fragen, die schleierhaft sind, wie die Geschichte des Mannes, der zu seiner Familie sagte: "Verbrennt mich."2
Frage: Viele, die sich der Salafiah zuschreiben, stellen in der Iqāmah [Aufführung] der Hujjah [des Beweises] die Bedingung auf, dass man ein Gelehrter sein muss. Und wenn nun ein Laie auf Worte des Unglaubens trifft sagt er: "Wir erklären ihn nicht zum Kāfir."?
Antwort: Das Aufstellen des Beweises steht jedem entsprechend seines Zustandes zu.
Frage: Ist der Laie dazu angehalten denjenigen zum Ungläubigen zu erklären, der in sich Unglauben trägt?
Antwort: Wenn dies bei ihm feststeht, was den Unglauben zur Folge hat, was ist der Hinderungsgrund? Wenn bei ihm etwas feststeht, was seinen Unglauben zur Folge hat, so erklärt er ihn zum Ungläubigen, genauso wie wir Abū Jahl, Abū Ṭālib, 'Utbah bin Rabī'ah und Shaibah bin Rabī'ah zu Ungläubigen erklären. Und der Beweis für ihren Unglauben war, dass der Gesandte, Allāhs Segen und Heil auf ihm, sie am Tage von Badr bekämpft hat.
Frage: O Shaikh, ist dem Laien der Takfīr verwehrt?
Antwort: Der Laie vollzieht nur mit einem Beweis den Takfīr, der Laie hat nicht das [nötige] Wissen dieses Problems. Wenn jemand allerdings Wissen über etwas Bestimmtes, wie wenn jemand den Verbot der Unzucht leugnet, dann ist dieser bei den Laien und den Wissenden ein Ungläubiger, [denn] darin liegt keine Unklarheit. Und wenn einer sagt: "Die Unzucht ist erlaubt", dann ist er bei allen ungläubig geworden, dies bedarf nicht keiner Beweise. Oder wenn einer sagt: "Der Götzendienst ist gestattet, es ist den Menschen gestattet einen anderen statt Allāh anzubeten?", zweifelt etwa daran? Dies bedarf keiner Beweise. Wenn einer sagt: "Der Götzendienst ist gestattet, es ist den Menschen gestattet die Götzen, die Sterne und die Djinn anzubeten", dann ist er ungläubig geworden. Die Enthaltung [vom Takfīr] ist lediglich nur in den problematischen Dingen, welche dem Laien gegenüber verschleiert bleiben, vorhanden.3
Frage: Er weiß nicht, dass das Schlachten und das Gelöbnis beides Gottesdienste sind?
Antwort: Ihm wird es beigebracht. Derjenige, der nicht weiß, dem wird [es] beigebracht, und dem Unwissenden wird [es] beigebracht.
Frage: Wird er als Götzendiener verurteilt?
Antwort: Er wird als Götzendiener verurteilt und [es] wird ihm beigebracht. Hast du etwa nicht die Worte Allāhs gehört: {Oder meinst du, dass die meisten von ihnen hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter vom Weg ab.}4 Er, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {Wir haben ja schon viele von den Ginn und den Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen.}5 Dahinter steckt eine Vergöttlichung [für ihre Götter], wir bitten Allāh um Unversehrtheit.6
Frage: Wer in einer weit entfernten Wüste oder in einem Umfeld der Unwissenheit aufgewachsen ist?
Antwort: Ihm wird beigebracht, dass dies ein großer Götzendienst ist, damit er bereut. Ihm wird gesagt: "Dies ist ein großer Götzendienst, du musst zu Allāh reumütig zurückkehren.", genauso wie die Götzendiener die Gräber umkreist [ṭawāf] und bei der Ka'bah dreihundert Götzen aufgestellt haben, und hierauf der Prophet, Allāhs Segen und Heil auf ihm, zurechtwies. Wer ihm [mit der Befolgung] antwortete und Allāh ihn rechtgeleitet hat, so gebührt der Lob Allāh. Und wer nicht geantwortet hat, dieser ist ein Götzendiener, und die meisten von ihnen sind Unwissende. Sie zogen nach Badr und nach Uḥud als Unwissende aus, sie befolgten ihre Köpfe. Allāh, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {{Oder meinst du, dass die meisten von ihnen hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter vom Weg ab.}7 Trotzdem erklärte Er sie zu Ungläubigen.8
↑ 1. Al-Qurān al-Karīm 6:19
↑ 2. Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt, (S. 26-27)
↑ 3. idib, (S. 34)
↑ 4. Al-Qurān al-Karīm 27:44
↑ 5. Al-Qurān al-Karīm 7:179
↑ 6. idib, (S. 42)
↑ 7. Al-Qurān al-Karīm 27:44
↑ 8. idib, (S. 55-56)
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Frage: Die Gelehrten erwähnen bei den Steppenbewohnern [أهل البادية], dass der Steppenaraber [الأعرابي] entschuldigt sein kann. Was sind denn diese Angelegenheiten, in denen der Steppenbewohner entschuldigt sein kann? Und bezieht sich dies lediglich auf die Zeit des Propheten, Allāhs Segen und Heil auf ihm, während der Anfangszeit des Islām?
Antwort: Ein Steppenaraber und ein Nicht-Steppenaraber könnten in einer Sache entschuldigt sein, in der die Unwissenheit darüber möglich ist, wie einige Säulen des Gebetes, einige Säulen der Zakāh [einige] Dinge, die das Fasten ungültig machen. Wenn er aber das Gebet gänzlich leugnet und sagt: "Ich bete nicht.", oder er leugnet das Fasten gänzlich und sagt: "Ich faste nicht am Ramadān.", dieser wird nicht entschuldigt, [denn] dies gehört zum notwendigem Wissen der Religion [المعلوم بالدين بالضرورة], jeder Muslim weiß dies. Und wenn er die Bedingungen der Pilgerfahrt oder'Arafah als Pflichtteil und Praktiken der Pilgerfahrt leugnet, dies mag für ihn unbekannt sein, jedoch bestätigt er, dass die Pilgerfahrt eine Pflicht ist, diese Dinge mögen für den Laien unbekannt sein, [dann ist er darin entschuldigt].
Frage: Es wird von einigen [Leuten] o Shaikh -möge Allāh mit dir gütig sein-, dass sie nicht den Zustand der Unreinheit [الجنابة] kennen, und dass er sich nicht reinigt?
Antwort: Es wird ihm beigebracht. Der Laie mag dieses nicht kennen, insbesondere einige Frauen. Es wird ihm beigebracht und er wird nicht zum Ungläubigen erklärt.
Frage: Wird derjenige auf Grund von Unwissenheit entschuldigt, wenn er abweichende Bücher erhält, in denen weder 'Aqīdah noch Tauḥīd enthalten sind?
Antwort: Wenn er sich unter den Muslimīn befindet, dann wird er nicht für den Götzendienst entschuldigt. Wenn ihm einige Dinge unbekannt sind, wie einige Pflichten der Pilgerfahrt, [einige] Pflichten des Fastens, [einige] Pflichten der Zakāh und einige Sachverhalte im Bezug auf das Zinsgeschäft, so kann er entschuldigt sein und es mögen ihm einige Dinge unklar erscheinen. Allerdings im Hinblick auf das Fundament der Religion, indem er sagt, dass die Pilgerfahrt nicht obligatorisch sei, oder dass das Fasten keine Pflicht sei, oder dass die Zakāh keine Pflicht sei, dies ist den Muslimīn nicht unbekannt, dies gehört zum notwendigen Wissen der Religion.
Frage: Wenn man sagt: Es ist notwendig, dass die Bedingungen bei dem erfüllt sein und die Hinderungsfaktoren negiert sein müssen, den ich zum Ungläubigen erklären möchte?
Antwort: Bei beispielsweise solchen offenkundigen Dingen bedarf man nicht solcher [Bedingungen und Hinderungsfaktoren], er wird alleinig durch ihr Dasein ungläubig, weil dies nicht den Muslimīn unbekannt ist, [es gehört] zum notwendigen Wissen der Religion. Anders ist es bei den Dingen, die unbekannt sein mögen, wie eine Bedingung von den Bedingungen des Gebetes, einige Vermögensteile , der Zakāh unterliegen, einige Angelegenheiten der Pilgerfahrt, einige Angelegenheiten des Fastens, einige Angelegenheiten der Transaktionen [المعاملات] und einige Sachverhalte im Bezug auf das Zinsgeschäft. 1
Frage: Manche Leute sagen: "Das Individium wird nicht zum Ungläubigen erklärt."?
Antwort: Diese [Worte] stammen von der Unwissenheit. Wenn einer mit etwas kommt, was ihm zum Ungläubigen macht, dann wird er zum Ungläubigen erklärt. 2
Frage: O Shaikh, einige Leute von den Zeitgenossen erwähnen, dass der Ungläubige einer ist, der den Unglauben ausspricht oder nach dem Unglauben handelt, und dass er nicht eher ungläubig wird, bis der Beweis aufgestellt wird. Und sie ordneten die Grabesanbeter [ebenfalls] darunter.
Antwort: Diese [Worte] stammen von ihrer Unwissenheit. Die Grabesanbeter, die Juden und die Christen sind Ungläubige. Allerdings werden sie bei der Hinrichtung zur Reue aufgefordert, und wenn sie bereuen [, so wird von ihrer Hinrichtung abgesehen]. Wenn nicht, dann werden sie hingerichtet.
Frage: O Shaikh, der Sachverhalt der Aufstellung des Beweises [مسألة قيام الحجة]?
Antwort: Sie hat der Qurān erreicht: {Dies ist eine Kundgebung an die Menschen.} Der Qurān hat sie erreicht und ist unter den Muslimīn: {Und dieser Qurān ist mir offenbart worden, auf dass ich euch damit warne und jeden, den er erreicht.}, {Dies ist eine Kungebung für die Menschen.}, {O, du Gesandter! Verkünde.} Der Gesandte hat verkündet und der Qurān ist gekommen, während sie unter uns verweilen und ihn in den Medien und in anderen Orten hören, doch schenken sie ihm weder Rücksicht noch wenden sie sich zu ihn hin. Und wenn einer zu ihnen kommt, um sie zu warnen und [den Götzendienst] zu verwehren, dann verletzen sie ihn. Wir bitten Allāh um Unversehrtheit.
Frage: Der Hadīth des Mannes, der zu seiner Familie sagte: "Verbrennt mich."?
Antwort: Dieser ist über einige Sunan von den schleierhaften Angelegenheiten im Bezug auf die Allmacht [Allāhs] unwissend gewesen. Er war darüber unwissend und wurde entschuldigt. Ihn hat die Furcht vor Allāh dazu getrieben und war über die Vollkommenheit der Allmacht [Allāhs] unwissend, sodass er zu seiner jene Worte sagte, welche er sagte.3
Frage: Der Niederwurf von Mu'ādh vor dem Propheten, Allāhs Segen und Heil auf ihm?
Antwort: In der Richtigkeit [dieser Geschichte] gibt es Bedenken. Wenn sie authentisch ist, dann dachte Mu'ādh, dass wenn dies für die großen Anführer der Götzendiener gestattet ist, so ist der Prophet vorzüglicher.4 Er hatte eine Unklahrheit zu Beginn des Islām, jedoch befestigte sich die Religion [in seinem Herzen] und er wusste, dass der Niederwurf nur Allāh zu gelten ist. Und dies war lediglich nur ein Problem bei Mu'ādh zu Beginn, jedoch war es danach für keinen mehr ein Problem.5
Dies sind die heilenden Antworten unseres Shaikh 'Abdil'azīz bin Bāz gewesen. Möge Allāh Sich seiner erbarmen.
Und der Lob gebührt Allāh alleinig.
↑ 1. Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt, (S. 99-100)
↑ 2. idib, (S. 117)
↑ 3. Darüber wird es -so Allāh will- in der kommenden Zeit einen ausführlichen Text geben.
↑ 4. Die Gelehrten des Islām, wie Ibn Kathīr , stellten klar, dass der Niederwurf von Mu'ādh ein Niederwurf der Ehrung und kein Niederwurf der Anbetung gewesen war. Diese Art des Niederwerfens war in den Nationen vor der Nation des Islām noch gestattet. Die Gelehrten bestätigten auch, dass durch diesen Vorfall der Niederwurf der Ehrung zu einem Verbot wurde. So Allāh will, werden wir hier einen ausführlichen Text veröffentlichen.
↑ 5. idib, (S. 126 - 127)
inschAllah ist das von Nutzen
barakallahufeekum!
_________________
Es wurde gesagt: "Jener, der sich von Sünden abkehrt, dessen Herz wird erweicht; und jener, der das verbotene verlässt und das erlaubte nimmt, dessen Verstand wird erleuchtet.
Es wurde gesagt: " Der glücklichste aller Leute ist jener, der ein ehrliches Herz hat, einen geduldigen Körper und Zufriedenheit mit dem was er besitzt.
Aus: Vorbereitung auf den Tag des Gerichts von Imam ibn Hajar al Asqalani.
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Allah wird demjenigen nicht barmherzig sein, bei dem die Menschen kein Erbarmen finden.
zunächst wollte ich klarstellen das viele Gelehrte über diese Themen bereits gesprochen haben und ihre Beweise klar dargelegt haben.
Der edle shaykh bin baz rahimahullah stellt es mit folgendem text auch sehr klar dar, wallahu 3alim
In unserer Zeit gab es viele Gelehrte unter anderem Shaykh ibn utheymeen, Shaykh Muhaddith Al Albani rahimahullah und noch viele gelehrte welche aus bescheidenheit nicht viel
in der Öffentlichkeit waren/sind.
InschAllah fangen wir alle an nach Wissen im Islam zu streben den es ist uns eine auferlegte Pflicht und es ist auch eigentlich eine sehr gute Sache denn umso tiefgründiger man in das Wissen eintaucht,
umso interessanter wird es wallahu 3aalim.
So nun Al udhr bil Jahl
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Im folgenden Verlauf dieses Artikels werden die Antworten des Imām 'Abdil'azīz bin 'Abdillāh bin 'Abdirraḥmān bin Muḥammad bin 'Abdillāh bin Bāz, möge Allāh Sich seiner erbarmen, hinsichtlich der Fragen, die ihm während seiner Erklärungen zum Buch des ehrenwerten Imām Muḥammad bin Abdilwahāb, möge Allāh Sich seiner erbarmen, über die Unwissenheit als Entschuldigungsgrund in den Dingen des Unglaubens und des Götzendienstes gestellt wurden. Die Fragen und Antworten sind in seinem Buch «Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt». Alle Quellenverweise beziehen sich auf die Ausgabe des Verlages «Maktabatu al-Hadyy al-Muḥammadī» in Ägypten.
Frage: Der Meinungsunterschied in der Frage der Entschuldbarkeit durch Unwissenheit, gehört sie zu den Fragen des Meinungsunterschiedes?
Antwort: Eine gewaltige Angelegenheit, ursprünglich wid man nicht entschuldigt, wenn einer unter den Muslimīn lebt und er [die Botschaft] des Qurān und der Sunnah erhalten, dieser wird nicht entschuldigt. Allāh, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {Und dieser Qurān ist mir eingegeben worden, damit ich euch und (jeden), den er erreicht, mit ihm warne.}1 Wen der Qurān und die Sunnah erreicht haben, der ist nicht entschuldigt, vielmehr ist dies nur durch seine Nachlässigkeit und Rücksichtslosigkeit geschehen.
Frage: Kann man aber sagen, dass dies eine Frage des Meinungsunterschiedes ist?
Antwort: Sie ist keine [Frage] des Meinungsunterschiedes, ausgeschlossen sind die präzisen Fragen, die schleierhaft sind, wie die Geschichte des Mannes, der zu seiner Familie sagte: "Verbrennt mich."2
Frage: Viele, die sich der Salafiah zuschreiben, stellen in der Iqāmah [Aufführung] der Hujjah [des Beweises] die Bedingung auf, dass man ein Gelehrter sein muss. Und wenn nun ein Laie auf Worte des Unglaubens trifft sagt er: "Wir erklären ihn nicht zum Kāfir."?
Antwort: Das Aufstellen des Beweises steht jedem entsprechend seines Zustandes zu.
Frage: Ist der Laie dazu angehalten denjenigen zum Ungläubigen zu erklären, der in sich Unglauben trägt?
Antwort: Wenn dies bei ihm feststeht, was den Unglauben zur Folge hat, was ist der Hinderungsgrund? Wenn bei ihm etwas feststeht, was seinen Unglauben zur Folge hat, so erklärt er ihn zum Ungläubigen, genauso wie wir Abū Jahl, Abū Ṭālib, 'Utbah bin Rabī'ah und Shaibah bin Rabī'ah zu Ungläubigen erklären. Und der Beweis für ihren Unglauben war, dass der Gesandte, Allāhs Segen und Heil auf ihm, sie am Tage von Badr bekämpft hat.
Frage: O Shaikh, ist dem Laien der Takfīr verwehrt?
Antwort: Der Laie vollzieht nur mit einem Beweis den Takfīr, der Laie hat nicht das [nötige] Wissen dieses Problems. Wenn jemand allerdings Wissen über etwas Bestimmtes, wie wenn jemand den Verbot der Unzucht leugnet, dann ist dieser bei den Laien und den Wissenden ein Ungläubiger, [denn] darin liegt keine Unklarheit. Und wenn einer sagt: "Die Unzucht ist erlaubt", dann ist er bei allen ungläubig geworden, dies bedarf nicht keiner Beweise. Oder wenn einer sagt: "Der Götzendienst ist gestattet, es ist den Menschen gestattet einen anderen statt Allāh anzubeten?", zweifelt etwa daran? Dies bedarf keiner Beweise. Wenn einer sagt: "Der Götzendienst ist gestattet, es ist den Menschen gestattet die Götzen, die Sterne und die Djinn anzubeten", dann ist er ungläubig geworden. Die Enthaltung [vom Takfīr] ist lediglich nur in den problematischen Dingen, welche dem Laien gegenüber verschleiert bleiben, vorhanden.3
Frage: Er weiß nicht, dass das Schlachten und das Gelöbnis beides Gottesdienste sind?
Antwort: Ihm wird es beigebracht. Derjenige, der nicht weiß, dem wird [es] beigebracht, und dem Unwissenden wird [es] beigebracht.
Frage: Wird er als Götzendiener verurteilt?
Antwort: Er wird als Götzendiener verurteilt und [es] wird ihm beigebracht. Hast du etwa nicht die Worte Allāhs gehört: {Oder meinst du, dass die meisten von ihnen hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter vom Weg ab.}4 Er, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {Wir haben ja schon viele von den Ginn und den Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen.}5 Dahinter steckt eine Vergöttlichung [für ihre Götter], wir bitten Allāh um Unversehrtheit.6
Frage: Wer in einer weit entfernten Wüste oder in einem Umfeld der Unwissenheit aufgewachsen ist?
Antwort: Ihm wird beigebracht, dass dies ein großer Götzendienst ist, damit er bereut. Ihm wird gesagt: "Dies ist ein großer Götzendienst, du musst zu Allāh reumütig zurückkehren.", genauso wie die Götzendiener die Gräber umkreist [ṭawāf] und bei der Ka'bah dreihundert Götzen aufgestellt haben, und hierauf der Prophet, Allāhs Segen und Heil auf ihm, zurechtwies. Wer ihm [mit der Befolgung] antwortete und Allāh ihn rechtgeleitet hat, so gebührt der Lob Allāh. Und wer nicht geantwortet hat, dieser ist ein Götzendiener, und die meisten von ihnen sind Unwissende. Sie zogen nach Badr und nach Uḥud als Unwissende aus, sie befolgten ihre Köpfe. Allāh, majestätisch und hocherhaben ist Er, sagt: {{Oder meinst du, dass die meisten von ihnen hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter vom Weg ab.}7 Trotzdem erklärte Er sie zu Ungläubigen.8
↑ 1. Al-Qurān al-Karīm 6:19
↑ 2. Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt, (S. 26-27)
↑ 3. idib, (S. 34)
↑ 4. Al-Qurān al-Karīm 27:44
↑ 5. Al-Qurān al-Karīm 7:179
↑ 6. idib, (S. 42)
↑ 7. Al-Qurān al-Karīm 27:44
↑ 8. idib, (S. 55-56)
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
Frage: Die Gelehrten erwähnen bei den Steppenbewohnern [أهل البادية], dass der Steppenaraber [الأعرابي] entschuldigt sein kann. Was sind denn diese Angelegenheiten, in denen der Steppenbewohner entschuldigt sein kann? Und bezieht sich dies lediglich auf die Zeit des Propheten, Allāhs Segen und Heil auf ihm, während der Anfangszeit des Islām?
Antwort: Ein Steppenaraber und ein Nicht-Steppenaraber könnten in einer Sache entschuldigt sein, in der die Unwissenheit darüber möglich ist, wie einige Säulen des Gebetes, einige Säulen der Zakāh [einige] Dinge, die das Fasten ungültig machen. Wenn er aber das Gebet gänzlich leugnet und sagt: "Ich bete nicht.", oder er leugnet das Fasten gänzlich und sagt: "Ich faste nicht am Ramadān.", dieser wird nicht entschuldigt, [denn] dies gehört zum notwendigem Wissen der Religion [المعلوم بالدين بالضرورة], jeder Muslim weiß dies. Und wenn er die Bedingungen der Pilgerfahrt oder'Arafah als Pflichtteil und Praktiken der Pilgerfahrt leugnet, dies mag für ihn unbekannt sein, jedoch bestätigt er, dass die Pilgerfahrt eine Pflicht ist, diese Dinge mögen für den Laien unbekannt sein, [dann ist er darin entschuldigt].
Frage: Es wird von einigen [Leuten] o Shaikh -möge Allāh mit dir gütig sein-, dass sie nicht den Zustand der Unreinheit [الجنابة] kennen, und dass er sich nicht reinigt?
Antwort: Es wird ihm beigebracht. Der Laie mag dieses nicht kennen, insbesondere einige Frauen. Es wird ihm beigebracht und er wird nicht zum Ungläubigen erklärt.
Frage: Wird derjenige auf Grund von Unwissenheit entschuldigt, wenn er abweichende Bücher erhält, in denen weder 'Aqīdah noch Tauḥīd enthalten sind?
Antwort: Wenn er sich unter den Muslimīn befindet, dann wird er nicht für den Götzendienst entschuldigt. Wenn ihm einige Dinge unbekannt sind, wie einige Pflichten der Pilgerfahrt, [einige] Pflichten des Fastens, [einige] Pflichten der Zakāh und einige Sachverhalte im Bezug auf das Zinsgeschäft, so kann er entschuldigt sein und es mögen ihm einige Dinge unklar erscheinen. Allerdings im Hinblick auf das Fundament der Religion, indem er sagt, dass die Pilgerfahrt nicht obligatorisch sei, oder dass das Fasten keine Pflicht sei, oder dass die Zakāh keine Pflicht sei, dies ist den Muslimīn nicht unbekannt, dies gehört zum notwendigen Wissen der Religion.
Frage: Wenn man sagt: Es ist notwendig, dass die Bedingungen bei dem erfüllt sein und die Hinderungsfaktoren negiert sein müssen, den ich zum Ungläubigen erklären möchte?
Antwort: Bei beispielsweise solchen offenkundigen Dingen bedarf man nicht solcher [Bedingungen und Hinderungsfaktoren], er wird alleinig durch ihr Dasein ungläubig, weil dies nicht den Muslimīn unbekannt ist, [es gehört] zum notwendigen Wissen der Religion. Anders ist es bei den Dingen, die unbekannt sein mögen, wie eine Bedingung von den Bedingungen des Gebetes, einige Vermögensteile , der Zakāh unterliegen, einige Angelegenheiten der Pilgerfahrt, einige Angelegenheiten des Fastens, einige Angelegenheiten der Transaktionen [المعاملات] und einige Sachverhalte im Bezug auf das Zinsgeschäft. 1
Frage: Manche Leute sagen: "Das Individium wird nicht zum Ungläubigen erklärt."?
Antwort: Diese [Worte] stammen von der Unwissenheit. Wenn einer mit etwas kommt, was ihm zum Ungläubigen macht, dann wird er zum Ungläubigen erklärt. 2
Frage: O Shaikh, einige Leute von den Zeitgenossen erwähnen, dass der Ungläubige einer ist, der den Unglauben ausspricht oder nach dem Unglauben handelt, und dass er nicht eher ungläubig wird, bis der Beweis aufgestellt wird. Und sie ordneten die Grabesanbeter [ebenfalls] darunter.
Antwort: Diese [Worte] stammen von ihrer Unwissenheit. Die Grabesanbeter, die Juden und die Christen sind Ungläubige. Allerdings werden sie bei der Hinrichtung zur Reue aufgefordert, und wenn sie bereuen [, so wird von ihrer Hinrichtung abgesehen]. Wenn nicht, dann werden sie hingerichtet.
Frage: O Shaikh, der Sachverhalt der Aufstellung des Beweises [مسألة قيام الحجة]?
Antwort: Sie hat der Qurān erreicht: {Dies ist eine Kundgebung an die Menschen.} Der Qurān hat sie erreicht und ist unter den Muslimīn: {Und dieser Qurān ist mir offenbart worden, auf dass ich euch damit warne und jeden, den er erreicht.}, {Dies ist eine Kungebung für die Menschen.}, {O, du Gesandter! Verkünde.} Der Gesandte hat verkündet und der Qurān ist gekommen, während sie unter uns verweilen und ihn in den Medien und in anderen Orten hören, doch schenken sie ihm weder Rücksicht noch wenden sie sich zu ihn hin. Und wenn einer zu ihnen kommt, um sie zu warnen und [den Götzendienst] zu verwehren, dann verletzen sie ihn. Wir bitten Allāh um Unversehrtheit.
Frage: Der Hadīth des Mannes, der zu seiner Familie sagte: "Verbrennt mich."?
Antwort: Dieser ist über einige Sunan von den schleierhaften Angelegenheiten im Bezug auf die Allmacht [Allāhs] unwissend gewesen. Er war darüber unwissend und wurde entschuldigt. Ihn hat die Furcht vor Allāh dazu getrieben und war über die Vollkommenheit der Allmacht [Allāhs] unwissend, sodass er zu seiner jene Worte sagte, welche er sagte.3
Frage: Der Niederwurf von Mu'ādh vor dem Propheten, Allāhs Segen und Heil auf ihm?
Antwort: In der Richtigkeit [dieser Geschichte] gibt es Bedenken. Wenn sie authentisch ist, dann dachte Mu'ādh, dass wenn dies für die großen Anführer der Götzendiener gestattet ist, so ist der Prophet vorzüglicher.4 Er hatte eine Unklahrheit zu Beginn des Islām, jedoch befestigte sich die Religion [in seinem Herzen] und er wusste, dass der Niederwurf nur Allāh zu gelten ist. Und dies war lediglich nur ein Problem bei Mu'ādh zu Beginn, jedoch war es danach für keinen mehr ein Problem.5
Dies sind die heilenden Antworten unseres Shaikh 'Abdil'azīz bin Bāz gewesen. Möge Allāh Sich seiner erbarmen.
Und der Lob gebührt Allāh alleinig.
↑ 1. Sharḥ Kashf ash-Shubuhāt, (S. 99-100)
↑ 2. idib, (S. 117)
↑ 3. Darüber wird es -so Allāh will- in der kommenden Zeit einen ausführlichen Text geben.
↑ 4. Die Gelehrten des Islām, wie Ibn Kathīr , stellten klar, dass der Niederwurf von Mu'ādh ein Niederwurf der Ehrung und kein Niederwurf der Anbetung gewesen war. Diese Art des Niederwerfens war in den Nationen vor der Nation des Islām noch gestattet. Die Gelehrten bestätigten auch, dass durch diesen Vorfall der Niederwurf der Ehrung zu einem Verbot wurde. So Allāh will, werden wir hier einen ausführlichen Text veröffentlichen.
↑ 5. idib, (S. 126 - 127)
inschAllah ist das von Nutzen
barakallahufeekum!
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Es wurde gesagt: "Jener, der sich von Sünden abkehrt, dessen Herz wird erweicht; und jener, der das verbotene verlässt und das erlaubte nimmt, dessen Verstand wird erleuchtet.
Es wurde gesagt: " Der glücklichste aller Leute ist jener, der ein ehrliches Herz hat, einen geduldigen Körper und Zufriedenheit mit dem was er besitzt.
Aus: Vorbereitung auf den Tag des Gerichts von Imam ibn Hajar al Asqalani.
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Allah wird demjenigen nicht barmherzig sein, bei dem die Menschen kein Erbarmen finden.

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